5 Stunden Übung unter mit nahezu realen Bedingungen

Am Samstag, den 23.11. hatte die Freiwillige Feuerwehr Pfaffstätten die Möglichkeit in einem leerstehenden Haus, welches kurz vor dem Abriss steht, verschiedenste Einsatzszenarien zu üben.  

Zuerst gab es eine Schulung von Techniken zur Möglichkeit der Zutrittsschaffung mit unterschiedlichen vorhandenen Bedingungen. Sowohl zerstörungsfreie als auch zerstörende Methoden bei Türen und Fenster wurden angewandt (zb. mittels Brechwerkzeuges „Halligan-Tool“) und deren Vor- und Nachteile erklärt.

Danach wurden zwei Übungsszenarien durchgenommen:

Übung 1 – Verletzte Person am Dachboden:
Nach der Erkundung durch die beiden Fahrzeugkommandanten wurde eine Rettung mittels Schleifkorbtrage über das Garagendach angeordnet. Mit der Schaufeltrage wurde der Verletzte aufgenommen und abgelegt. Danach wurde der Abtransport vorbereitet und durchgeführt. Bei dieser Übung konnten die Themenfelder Knoten und Sicherungsmaßnahmen aufgefrischt werden.

Übung 2 – Nachbar hört Rauchmelder im Keller:
Ebenfalls Erkundung durch die beiden Fahrzeugkommandanten mit Schaffung eines Zugangs in das Gebäude, sowie Feststellung, dass kein Hausbewohner anwesend ist. Rauch wurde im Keller wahrgenommen. Atemschutztrupps sind zur Brandbekämpfung ausgerückt. Unter Nullsicht kämpften sie sich tastend durch den Keller und mussten einige Hindernisse überwinden. Zum Simulieren von Realbedingungen wurden die Räume mit einer Heizkanone beheizt. Auch die Handhabung der Wärmebildkamera wurde geübt.
Am Ende konnte das Feuer gelöscht und Brand aus gegeben werden.

Die Übung dauerte rund 5 Stunden und war für alle 20 KameradInnen sehr lehrreich und wertvoll. Wir bedanken uns bei unserem Mitglied Felix Spitzer für die Ausarbeitung und Durchführung der Übung, als auch bei dem Besitzer des leerstehenden Hauses, der diese Übung erst möglich gemacht hat.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Pfaffstätten